European League: Gute Ausgangsposition ist das Ziel - Guidetti gegen „zweite Heimat“

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Foto Conny Kurth: Freut sich auf die Finalspiele gegen die Türkei: Bundestrainer Giovanni Guidetti.

Es werden keine „normalen“ Spiele! Zum einen, weil es Finalspiele um den Titel in der European League geht, zum anderen, weil Giovanni Guidetti auf große Teile seiner „zweiten Heimat“ trifft. Am 16. Juli (16.00 Uhr, live bei www.laola1.tv) kommt es in Bursa/TUR zum Hinspiel zwischen der Türkei und den DVV-Frauen, am 19. Juli (13.00 Uhr, live bei SPORT1 Free-TV und www.laola1.tv) fällt in Rüsselsheim die Entscheidung über den Sieger. Tickets für das Rückspiel gibt es bei Ticketmaster, dem Sportamt in Rüsselsheim sowie an der Tageskasse der Großsporthalle.

Die Teams, die sich in den Finalspielen gegenüberstehen, haben mit den EM-Mannschaften von 2013, als Deutschland in der Vorrunde überraschend 3:0 gewann, nicht mehr allzu viel zu tun. Denn sowohl Deutschland als auch die Türkinnen nutzen die European League, um junge Spielerinnen an die Spitze heranzuführen und ihre Kader somit breiter aufzustellen. Wobei Guidetti betont: „Die türkischen Spielerinnen sind allesamt gute Spielerinnen, die in der Bundesliga Stammspielerinnen wären.“ Drei von ihnen spielen auch bei Guidettis Vereinsteam Vakifbank Istanbul, doch damit nicht genug: Guidettis Co-Trainer Ferhat Akbas ist in der European League für die türkische Mannschaft verantwortlich und damit Gegner seines „Lehrmeisters“: „Ich bin stolz darauf! Er ist ein sehr guter junger Trainer und er fragt oft nach Vorschlägen, und wir sprechen fast nach jedem Spiel miteinander. Es wird mit Sicherheit lustig, gegeneinander zu spielen“, so Guidetti, der seit dem vergangenen Jahr mit der türkischen Nationalspielerin Bahar Toksoy verheiratet ist. Sie ist jedoch nicht im Kader für die Finalspiele, wird aber sicherlich zugucken. Wem sie die Daumen drückt, ist nicht bekannt…

Wichtigste Spielerinnen im türkischen Kader sind die Diagonalangreiferinnen Polen Uslupehlivan und Yeliz Basa, „das sind sehr gute Spielerinnen, die wir in den Griff kriegen müssen“, so der deutsche Bundestrainer. Für die Türkinnen wäre der Sieg in der European League der erste große Titel für die Frauen-Nationalmannschaft, nachdem es zuvor bei Europameisterschaften, Grand Prix und European League zu Plätzen auf dem Treppchen reichte. Für Kapitän Lena Möllers soll es dabei bleiben, ist die Titelverteidigung das Ziel: „Wenn wir uns gut in der Türkei präsentieren, ist der Titel in Deutschland auf jeden Fall drin.“ Schließlich siegte die deutsche Mannschaft in allen sechs Vorrundenspielen gegen Spanien, Griechenland und Polen vor eigenem Publikum mit 3:0.

Das deutsche Team hätte sich heute fast noch weltmeisterlichen Segen abholen können, doch die Maschinen der Fußballer und Volleyballerinnen verpassten sich kurz. Die DVV-Frauen hoben um 7.00 Uhr von Berlin Tegel ab und hinterließen ein wartendes und jubelndes Berlin.

Der Final-Modus
Das Finale wird im Europapokal-Modus gespielt, d.h. dass es für einen 3:0- oder 3:1-Sieg drei Punkte gibt für ein 3:2-Sieg zwei Punkte für den Sieger und einen Punkt für den Verlierer. Sollten nach Hin- und Rückspiel beide Teams die gleiche Punktzahl aufweisen (z.B. 3:0 & 1:3 oder 3:2 & 2:3), wird direkt im Anschluss an die Partie in Rüsselsheim ein „golden set“ bis 15 Punkte (zwei Punkte Unterschied) gespielt.

Pressegespräch
Am 17. Juli findet um 17.00 Uhr in der Großsporthalle Rüsselsheim ein Pressegespräch mit Bundestrainer Giovanni Guidetti und Nationalspielerin Jennifer Pettke statt. Kollegen, die daran teilnehmen möchten, melden sich ganz kurz per Mail (presse@volleyball-verband.de) an.

Der deutsche Kader für Bursa/TUR
Zuspiel: Lena Möllers (Bolzano/ITA), Mareen Apitz (Cannes/FRA)
Diagonal: Louisa Lippmann (Dresdner SC), Carina Aulenbrock (Schweriner SC)
Mittelblock: Berit Kauffeldt (Wroclaw/POL), Jennifer Pettke (VC Wiesbaden), Anja Brandt (Schweriner SC)
Außenangriff: Jana-Franziska Poll (Schweriner SC), Jennifer Geerties, Lena Stigrot (Rote Raben Vilsbiburg), Lisa Izquierdo (Dresdner SC)
Libero: Lisa Thomsen (Lokomotiv Baku/AZE)

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Hinweis: Dies ist ein aktueller Bericht vom 15.07.2014!

 
 
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