DVV-Teams & Gegner

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Foto Conny Kurth: Wollen nicht nur auf dem Foto eine gute Figur abgeben: Die deutschen U20-Junioren.

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Wie gut das deutsche Team ist, weiß wahrscheinlich noch nicht einmal Bundestrainer Söhnke Hinz genau. Denn eine Einschätzung fällt schwer, offizielle Vergleiche mit anderen Nationen gab es noch nicht so viele, verpasste die Mannschaft 2009 die Jugend-EM in der Niederlande doch recht deutlich. Doch ein Jahr im Nachwuchsbereich ist eine lange Zeit, in der viel passiert, und so hoffen Hinz und die Spieler, dass sie mit den besten Nationen Europas mithalten können und an die zum Teil herausragenden Leistungen der Vorgänger-Jahrgänge anknüpfen können. In Länderspielen gegen Belgien, Polen und Argentinien deutete das Team an, dass es an guten Tagen mit den weltbesten Mannschaften mithalten kann.

Bei der EM in Weißrussland bekommt es die deutsche Mannschaft mit der Niederlande, Russland, der Türkei, Polen und Belgien zu tun. Bundestrainer Söhnke Hinz charakterisiert die Gegner im Folgenden (die Platzierungen beziehen sich auf die Jugend-Europameisterschaften und –Weltmeisterschaften von 2009):

NED (EM-6.): „Ein guter bekannter Gegner, hat sich als Zweiter der 3. Runde gerade noch für die EM qualifiziert. Die Mannschaft spielt den typischen holländischen Stil, gute Schnellangreifer und sehr emotional. Sie haben aber Schwächen in der Annahme. Die Mannschaft wird vom Olympiasieger Ron Zwerwer trainiert. Das Auftaktmatch wird sicherlich wegweisenden Charakter haben.“

RUS (EM-3. und WM-4.): „Einer der Medaillenkandidaten. Das ist eine körperlich sehr starke Mannschaft, dazu noch mit einem guten Zuspieler. Sie haben ihre Schwächen eher im spielerischen Bereich, vor allem in der Feldverteidigung. Allerdings haben wir aus diesem Jahr keine Informationen. Die Russen zeigen auf der Junioren-EM häufig neue Spieler, die noch nicht international aufgetreten sind.“

TUR (nicht qualifiziert): „Eine spielstarke Mannschaft mit sehr starkem Linkshänder als Diagonalspieler. Körperlich sind die Türken ansonsten nicht so stark, aber gut in der Verteidigung und ebenfalls sehr emotional spielende Mannschaft. Insgesamt aber eher ein Außenseiter in unserer Gruppe.“

POL (EM-4. und WM-11.): „Für mich einer der Top-Favoriten. Auf allen Positionen gut besetzt, dazu ein überragender Diagonalspieler. Eine Mannschaft ohne Schwachpunkt. Bei der Länderspiel-Serie konnten wir eine Partie gewinnen. Dort waren die Polen aber nicht komplett.“

BEL (EM-7.): „Die Belgier sind ein sehr eingespieltes Team, da sie seit zwei Jahren im belgischen Trainingszentrum in Vilvoorde konzentriert sind. Sie spielen sehr schnell aus jeder Situation und verfügen mit Sam Deroo über einen der Top-Spieler dieses Jahrgangs. Körperlich ist die Mannschaft allerdings nicht so stark. Ihre Spielweise ist sehr kraftraubend. Am letzten Vorrundenspieltag sind sie vielleicht schon etwas müde. Sie können an einem guten Tag aber jeden schlagen.“

Der deutsche Kader: Simon Hirsch (D), Björn Höhne (AA), Philipp Jankowski (Z), Georg Klein (MB), Oskar Klingner (MB), Jan-Philipp Marks (AA), Wieland Oswald (U), Moritz Brückner (L, alle Zurich Team VC Olympia Berlin), Benjamin Dollhofer (AA, TV Bühl), Patrick Speta (Z, Volley YoungStars Friedrichshafen), Paul Sprung (MB, Netzhoppers KW-Bestensee), Tom Strohbach (AA, Schweriner SC)

Z= Zuspiel, MB= Mittelblock, AA= Außenangriff, L= Libero, D= Diagonal, U= Diagonal

Trainer: Söhnke Hinz
Co-Trainer: Andre Bolten
Teammanager: Gerd Westphal
Physiotherapeut: Sascha Schablin
Arzt: Dr. Christian Stewen
Spielbeobachter: Berti Golf
Journalist: Guido Jansen



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Foto CEV: Bei der EM-Qualifikation konnte die U19-Auswahl überzeugen. Wie sieht es bei der EM-Endrunde aus?

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Han Abbing weiß, wie es ist, ganz oben zu stehen: 2009 feierte er mit der weiblichen U20 sensationell den Gewinn der WM-Goldmedaille, noch heute erinnert er sich gerne an die Tage in Mexiko zurück.

Auch deshalb ist Abbing einer, der Selbstbewusstsein zeigt, wenn er sagt: „Wir haben eine gewisse Erwartungshaltung. Ich vertrete die Überzeugung, dass eine deutsche Mannschaft bei einem großen Turnier immer den Anspruch haben soll, unter die besten vier zu kommen.“ Also auch bei der EM in Serbien. Dabei war die Qualifikation dafür kein Zuckerschlecken, nach einer Niederlage gegen die Niederländerinnen qualifizierte sich die DVV-Auswahl nur dank Schweizer Schützenhilfe gleich im ersten Versuch. Aber auch dafür hat Abbing Gründe: „Die neue Generation ist noch nicht lange zusammen. Deshalb war die EM-Qualifikation auch so schwierig. Als wir in der Schweiz angetreten sind, kannte ich die Mannschaft noch gar nicht richtig. Wir befinden uns erst am Anfang unseres Weges.“

Der soll am Ende der Ausbildung erneut zur U20-Weltmeisterschaft und erneut möglicherweise in Medaillennähe führen. Doch bis dahin ist es noch ein steiniger Weg und viel Schweiß dürfte bis dahin noch vergossen werden. Zudem hatte das deutsche Team im Vorfeld der EM unglaubliches Verletzungspech: Mit Ana Capote und Sina Fuchs fielen zwei Spielerinnen mit schweren Knieverletzungen aus, Anika Boin, Lena Gschwendtner und Julia Hero holten sich ebenso Blessuren, können aber spielen.

Bei der EM sind die Türkei, die Slowakei, Ungarn, Italien und Polen die Gegner der deutschen Mannschaft, die bei der Jugend-EM Platz sechs und bei der Jugend-WM Platz elf im vergangenen belegt hatte (in Klammern die Ergebnisse dieser beiden Wettkämpfe). Bundestrainer Han Abbing charakterisiert die Gegner im Folgenden:

TUR (EM-5. und WM-4.): „Die Türkei muss zu den Favoriten in unserer Gruppe gezählt werden. Wer EM-5. und WM-4. geworden ist, hat Potenzial.“

SVK (EM-4. und WM-14.): „Die Ergebnisse der Slowakei bei Jugend-EM und –WM zeigen: Das Niveau in der Nachwuchsarbeit ist sehr schwankend. Die Slowakinnen haben sich erst in der zweiten EM-Qualifikationsrunde durchgesetzt, sind aber nicht zu unterschätzen.“

HUN (EM-7.): „Über die Ungarinnen weiß ich noch gar nichts. Sie haben sich in der Qualifikation jedoch gegen Polen und die Tschechische Republik durchgesetzt, das spricht für sie.“

ITA (EM-3. und WM-8.): „Traditionell zählen italienische Teams immer zu den Favoriten. Wir haben vor der EM-Qualifikation gegen die Italienerinnen 3:2 gewonnen und werden vor der EM nochmals gegen sie testen. Dann weiß ich mehr.“

POL (nicht qualifiziert): „Was für Italien gilt, trifft natürlich auch auf Polen zu. Der Volleyball hat in Polen einen hohen Stellenwert, und deswegen ist auch die Mannschaft auf dem Nachbarland hoch einzuschätzen. Auch wenn die Qualifikation erst im zweiten Versuch gelang.“

Der deutsche Kader: Tanja Joachim (Z, Schweriner SC), Jessica Gruss (AA), Katharina Schwabe (AA), Celine Stöhr (MB), Anika Boin (D, alle Dresdner SC/ VC Olympia Dresden), Rebecca Schäperclaus (MB, USC Münster/SC Union Lüdinghausen), Pia Walkenhorst (AA, Dresdner SC/VC Essen-Borbeck), Ann Christin Quade (AA/D), Lucia Kaiser (Z, beide SV Lohhof), Julia Hero (MB), Annika Lambers (AA, Zurich Team VC Olympia Berlin), Bianca Meyerink (MB, SC Union Emlichheim), Lena Gschwendtner (L, Allianz Volley Stuttgart/VC Stuttgart)

Z= Zuspiel, MB= Mittelblock, AA= Außenangriff, L= Libero, D= Diagonal, U= Universal

Trainer: Han Abbing
Co-Trainer: Mirko Pansa
Teammanager: Sten Schmidt
Physiotherapeut: Susanne Hermann
Arzt: Dr. Peter Jokisch
Spielbeobachter: Stephan Kulhanek
Journalist: Gesa Katz

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